Ein PROFIBUS-Drehgeber ist ein industrieller absoluter Drehwinkelsensor, der mechanische Positionen erfasst und Daten über das Kommunikationsprotokoll PROFIBUS DP überträgt und sich durch Standard-Geräteklassen, GSD-Konfigurationsdateien und RS-485-Signalübertragung auszeichnet.
Grundlegende Funktionsprinzipien
Absolute Messung: Verwendet eine optische oder magnetische Scheibe, um sofort nach dem Einschalten einen exakten Positionswert zu liefern, unterteilt in Singleturn (Schritte pro Umdrehung) und Multiturn (Erfassung der Gesamtumdrehungen).
PROFIBUS-DP-Protokoll: Verbindung direkt mit einer SPS oder Steuerung mittels zyklischem Datenaustausch für Echtzeit-Geschwindigkeits- und Positionsrückmeldungen.
Geberklassen: Unterteilt in Klasse 1 (grundlegende feste Positionswerte) und Klasse 2 (voll programmierbare Parameter wie Auflösung, Zählrichtung und Skalierung)
Wichtige Spezifikationen & Einrichtung
GSD-Dateien: Erfordert eine herstellerspezifische Gerätestammdatei (GSD), die in die SPS-Software geladen wird, um Netzwerkparameter und Knotenadressen zu konfigurieren.
Adressierung: Stationsadressen werden in der Regel über Hardwareschalter unter einem Klemmendeckel oder per Software konfiguriert.
Physikalische Schicht: Verwendet standardmäßige geschirmte RS-485-Twisted-Pair-Kabel mit M12-Steckern oder Anschlussräumen